„Cap Jaune“
Die goldene Klippe des „Sud Sauvage“
Vor mehr als 4.000 Jahren strömte ein Lavastrom die Hänge des Piton Vincendo hinunter und mündete im Ozean. Durch den Zusammenprall des geschmolzenen Gesteins mit dem Wasser verglast das Magma schlagartig, wobei eine Trümmermasse herausgeschleudert wurde, die an Ort und Stelle erstarrte.
Die Meereserosion tat ihr Übriges, und so entstand eine fünfzig Meter hohe Klippe aus Hyaloklastit in einem fast goldenen Ockerton, die sich inmitten einer gänzlich schwarzen Küstenlinie erhebt. Es ist einer der seltsamsten Orte der Insel und einer der am wenigsten besuchten.
Man erreicht sie über einen Küstenweg, der am Parkplatz der „Marine de Vincendo“ im „Sud Sauvage“ beginnt; rechnen Sie mit einer Fahrzeit von 1 Stunde und 25 Minuten von der Residenz aus. Der Weg ist flach und leicht zu bewältigen, auch für Familien geeignet: 30 Minuten Fußweg hin, eine Stunde hin und zurück.
Er beginnt unter den Vacoa-Bäumen und mündet dann in alte Basaltströme, an denen unten die Wellen brechen, während über den Klippen Paille-en-Queue-Vögel ihre Kreise ziehen. Der Startpunkt ist unauffällig und schlecht ausgeschildert: Wenn Sie vom Parkplatz aus auf den Ozean blicken, beginnt der Weg zu Ihrer Rechten. Anschließend übernehmen weiße Punkte, die auf die Felsen gemalt sind, die Wegmarkierung.
Vom Aussichtspunkt führt ein Weg hinunter zum Fuß der Klippe, wobei auf den ersten Metern ein Seil als Hilfe dient. Schon vom Aussichtspunkt aus lässt sich die Landschaft in vollen Zügen genießen. Kommen Sie am späten Nachmittag: Das flache Licht lässt die Farben des Felsens regelrecht lodern.